Zu den Geschichten sei vermerkt, dass sich die Erzählungen über
mehrere Jahre hinweg erstrecken, dass die Kinder auch älter werden
und demnach die Geschichten sich auch wandeln. Allerdings, weil Kinder
halt konservativ sind, wünschen sie sich natürlich, dass sich
möglichst wenig ändert. Mein Ziel ist es, die Geschichten irgendwann
einmal mit der Trennung der Freunde durch die Ereignisse zwischen 1938,
dem einsetzenden deutschen Nationalismus und der Vertreibung 1945/1946
enden zu lassen.
Ein Ziel war es von Beginn an, in meinen Enkelkindern das Bewusstsein Ihres
Ursprunges in Böhmen (die Vorfahren ihres Vaters stammen aus Nord
Böhmen wo ihr Urgrossvater bis 1933 Bürgermeister von Böhmisch
Leipa / Ceska Lipa war. Er geniesst dort noch heute bei den alteingesessenen
Tschechen ein hohes Ansehen. Als Sozialdemokrat durfte er Hitler noch begrüssen,
das war aber seine letzte Amtshandlung als Bürgermeister.) und Mähren,
wo, wie leicht zu erraten ist, die Herkunft Ihrer Mutter liegt, zu wecken
und einzuprägen.
Um den Kreis zu schliessen: Ich glaube nicht daran, dass wir ein solches
Bewusstsein nur durch Geschichten von früher erhalten können.
Wir müssen das Vergangene in die Gegenwart einbinden.
Vielleicht finden sie die Geschichten teilweise unsinnig, Das mag sein,
meine beiden Enkelkinder lieben sie innigst und ich kann ihnen jedesmal
eine grosse Freude machen. Manchesmal wünschen sie sich , dass ich
eine alte Geschichte wieder erzähle, dann fällt sie naturgemäss
ein wenig anders aus. Ich bemerke das nicht, aber die Kinder. Das bedeutet,
dass sie den Geschichten sehr aufmerksam folgen. So, das soll genug der
Erklärungen sein. Lesen Sie einfach ein wenig in den Geschichten!
|