Die Marktgemeinde Wolframitz
 foto: O.Lustig 1994
Die Marktgemeinde Wolframitz und ihre Pfarrkirche
Der Aufsatz von Herrn Oswald Lustig erschien im Heft 3 / 2001 des „Südmährer“. Diese
Veröffentlichung im www.europas-mitte.de erfolgt mit seiner ausdrücklichen Zustimmung. April 2001 g.h.
Aus der ältesten Karte ist ersichtlich, daß am Anfang der Besiedlung Wolframitz aus nur
vier parallel verlaufenden Ansiedlungen mit im Abstand einzeln stehenden,
strohgedeckten Häusern bestand. Sie befanden sich an den Ufern zwischen zwei Bächen.
Das übrige westliche, südliche und östliche Gebiet war Sumpf. Die beiden Quellen und
Bäche (Schüttung je 20 ltr./sek.) waren bis 1946 noch erhalten. Das Wasser des
südlichen Baches trieb bereits nach einem Lauf von etwa 150 Meter das Rad der
Chlupschen Mühle und in seinem weiteren Verlauf das der Mühle Fritz-Frey. Die nördliche
Quelle befand sich im Gewann "Ganslwiese". Der Wasserlauf führte durch das Haus
meiner Großeltern Fr. u. Th. Eisenstein Nr. 17. Das massive Bauwerk einer Kirche konnte
zu dieser Zeit in dem damaligen Sumpfgebiet des Ortsbereiches nicht erstellt werden.

Aus diesem Grunde wurde ein Standort auf einem nördlichen Hochpunkt - damals noch
außerhalb der Ansiedlung - gewählt. Diese Stelle ist etwa 1,50 m höher gelegen als der
Siedlungsbereich im Süden. Mehrere alte Leute haben mir übereinstimmend berichtet,
daß an der gleicher Stelle vor dem Bau der Pfarrkirche eine Holzkirche gestanden hat! Es
ist erstaunlich was mündliche Überlieferung mehr als acht Jahrhunderte überdauert hat!
Wann genau die heutige Pfarrkirche erbaut wurde, kann nicht festgestellt werden.
Bewiesen ist, daß bereits im Jahre 1321 Graf Heinrich von Lipa Patronatsherr der
Wolframitzer Kirche war. Sie hatte damals schon einen Turm und war von einer hohen
Ringmauer umgeben. Mit mehreren nur teilweisen Besitzern in den folgenden 200 Jahren
waren immer noch Nachkommen des Heinrich v. Lipa Besitzer des Dorfes Wolframitz. Der
Letzte war Berchtold von Lipa. Er ließ im Jahre 1513 sein Kromauer Schloß umbauen und
mit großer Wahrscheinlichkeit zugleich auch die Pfarrkirche in Wolframitz in ihrer heutigen
Form. Es war die Zeit der Renaissance (14 - 16. Jahrh.) In Südmähren erinnem viele
Bauten an die Tätigkeit italienischer Baumeister. Die Kuppel des Kromauer Schlossturmes
und die Galerie sind ähnlich der des Doms von Florenz geschaffen von dem
berühmten ital. Baumeister Brunellesco. Der Helm und die herrliche Steingalerie sind der
des Kromauer Schlosses ähnlich gestaltet!

Während viele ehemalige alte Wehrkirchen in
Südmähren (wie die in der Nachbargemeinde Aschmeritz und anderen Gemeinden)
später als Notdach nur pyramidenförmige Ziegeldächer erhielten, kann die Pfankirche
Wolframitz in 22 Meter Höhe auf eine Steingalerie mit Rundgang, mit weiteren 12 Metern
auf einen schönen Turmhelm mit hoch aufgesetzter goldener Kugel verweisen. Der Turm
hat somit eine Höhe von 34 Metern und ist damit nur 2 Meter niedriger als der
Rathausturm. Mit Rathaus und Pfarrkirche hat Wolframitz zwei imposante Bauwerke, wie
sie sonst in keiner so kleinen südmährischen Gemeinde zu finden sind. Wer die
Besteigung des Turmes mit seinen 122 Stufen nicht scheut, dem bietet sich auf dem
Rundgang der Steingalerie ein herrlicher Weitblick. Hat er dann das Glück, an einem
frühen Morgen, wenn noch die Nebelschleier über dem Land liegen und nur die
Kirchturmspitzen der Dörfer zu sehen sind, über das weite Land zu schauen, dem bietet
sich ein märchenhafter Anblick, den er niemals vergessen wird: im Osten die Ausläufer
der Weißen Karpaten, die Pollauer Berge mit Maidenburg und Rosenburg, die
geschichtsträchtige Stadt Nikolsburg, weiter Richtung Süden in Österreich der Staatzer
Berg mit Burg und die Leiser Berge: Im Westen die Ausläufer des Brünner Granit-
Syenitgebirges mit dem Miskogel unserem heiligen Berg, mit den dunklen Wäldern. Im
Hintergrund die Stadt Mährisch-Kromau. Vom Miskogel konnte man (als die höchst
Kuppe noch nicht abgetragen war) manchmal bis nach Brünn sehen. Nur 16 Kilometer
entfernt von unseren Heimatorten dampfen heute die Kühltürme des unsicheren
Atomkraftwerkes Dukowan am Horizont. 
Vor einigen Jahren fielen mir bei einem Besuch drei alte Holztafeln auf, die an einer Wand
des Gastzimmers im Rathaus hingen. Auf ihnen befanden sich rätselhafte Symbole mit
der eingravierten Jahreszahl 1547. Der Wirt gab an, er hätte sie aus der Kirche: Da waren
sie aber niemals! Wahrscheinlich stammen sie aus dem Heimatmuseum, das im
Rathausturm untergebracht war. Zwei dieser Symbole auf den Holztafeln sind identisch
mit den auf den Rundellen in den Scheitelpunkten des Kreuzrippengewölbes der
Pfarrkirche. Sie sind in meiner Dokumentation "Land zwischen Miskogel und Pollauer
Berge" bildlich dargestellt: Die Bedeutung der beiden gekreuzten Schlüssel ist ungeklärt,
das Lindenblatt im Kreuz des einen Rundelles deutet - wie auch schon an anderen Stellen
- auf die Grafen von Lipa (Linde) hin. Es dürfte erwiesen sein, daß Bertold von Lipa den
Umbau in Verbindung mit dem Schlossumbau in Mährisch-Kromau hat durchführen
lassen. Jahrhundertelang wurde das Bauwerk der Kirche von den Deutschen sorgsam
gepflegt. Die Unmöglichkeit der baulichen Unterhaltung in 40 Jahren kommunistischer
Diktatur hat einen fortschreitenden Verfall- dieses bedeutenden historischen Bauwerkes
zur Folge gehabt. In der Gegenwart ist die Tschechische Republik der einzige Staat im
Osten, der den Kirchen noch nicht ihren Besitz zurückgegeben hat. Die katholische
Kirchenleitung ist daher nicht in der Lage, größere Instandsetzungsarbeiten ausführen zu
lassen!
Seit Jahren sind die vertriebenen Deutschen, denen man 1945 den gesamten Besitz und
Eigentum geraubt hat, bestrebt, die letzten noch vorhandenen Denkmäler und ihre Kirchen
zu erhalten. Das erfordert von diesen Menschen viel Toleranz, Weitsicht,
Kulturverständnis, Heimatliebe, sowie Verbundenheit mit deri Ahnen, die seit
Jahrhunderten in dieser Erde ruhen, der eigenen Religion und den Wurzeln der eigenen
Vergangenheit! Aus alten Dokumenten von fünf Jahrhunderten, die dem Verfasser
vorliegen, ist zu ersehen, daß die Deutschen immer wieder aufbauten, was andere vorher
zerstört haben. Was die grausamen Hussiten im 15. Jh. unter den Deutschen angerichtet
haben, wurde von ihren Nachfolgern im Jahre 1945 noch übertroffen!
Trotz der Trauer um den Verlust ihrer Heimat und ihr Schicksal haben sich wieder
Deutsche gefunden, die ihre einstigen Kulturgüter nicht dem Untergang preisgeben
wollen.
Sechs Familien und mehrerer Einzelpersonen aus Gubschitz, Lidmeritz und Klein-
Seelowitz haben sich zusammengetan um den Bestand der 800 Jahre alten deutschen
Kirche zu sichern! In Verbindung mit dem Bischöflichen Ordinariat und dem jungen
tüchtigen Pfarrer Jan Fiala wurde nach fünf Jahren Zusammenarbeit viel erreicht. Das
Kirchenschiff wurde im unteren Bereich trockengelegt und im ganzen Bereich neu
ausgemalt. Der Turm erhielt einen neuen Außenputz, der schwer beschädigte Turmhelm
wurde erneuert mit aufgesetzter goldener Kugel: Große Kosten erforderte die
Neuherstellung der herrlichen in Südmährischer Kirche einmaligen Steingalerie. Durch die
Herstellung neuer Stockwerkstreppen ist jetzt der Turm bis zur Galerie gefahrlos
begehbar! Ebenfalls neu verputzt wurde der Glockenstuhl mit einer der größten Glocken
des Südmährerlandes (3,5 t).
Im vergangenen Sommer erhielt das Hauptportal eine neue
Natursteineingangstreppe und eine Eingangstüre aus massivem Eichenholz in bester
Verarbeitung, Weitere notwendige Arbeiten sind geplant und werden gefördert werden!
Dank an dieser Stelle auch L. u. H. Eisenstein, die in vielen Fahrten von Österreich aus
die Arbeiten an der Kirche und den Fortgang betreuten.
Alle Landsleute sind eingeladen, die Kirche zu besuchen auch die, die unser Vorhaben
unentwegt kritisiert und uns in der Vergangenheit so zugesetzt haben. Wenn sie noch
ihren kath. Glauben haben, sollen sie nicht vergessen, daß es die Kirche ist, in der sie
getauft wurden, Kommunion erhalten und gefirmt worden sind! Mit vielen jetzigen
Bewohnern haben wir auch gemeinsam: die kath. Religion!
Nach Abschluß der diesjährigen Arbeiten hat der Pfarrer eine feierliche Messe gehalten
mit Musik und Gesang. Dabei hat er allen Deutschen gedankt für ihre Hilfe!
Deutschland ist heute der wichtigste Handelspartner der Tschechischen Republik und
auch der größte Investor. Viele Tschechen fürchten schon wieder die Deutsche
Dominanz.
Schon jetzt sind aber viele Bewohner bei deutschen Firmen beschäftigt und nach dem
EU-Beitritt werden sicher auch wieder mehr Deutsche ihren Wohnsitz in der CR haben.
Das ist der Lauf der Geschichte, den die Tschechen, auch wenn es schwer fällt,
akzeptiern müssen. Die Alternative wäre die Isolierung und Abschottung des Landes.
Es wird nicht mehr werden wie es war, aber auch nicht so bleiben, wie es jetzt ist! Was
sind schon 50 Jahre in der Geschichte der Menschheit!
Oswald Lustig
Zu den Bildern: (von oben)
- Wolframitz, Luftaufnahme in Richtung Nordwesten. Links unten einige Häuser von Selowitz.
Die Tragfläche der "Cesna" verdeckt den Miskogel. (foto: O.Lustig)
- Die Kirche (Foto O.Lustig)
- Die Kirche (Postkartenmotiv)
- Das Rathaus (Postkartenmotiv)
- Kirchenportal vor der Renovierung (Foto: O.Lustig)
- Kirchenportal nach der Renovierung (Foto O.Lustig
- ehem. deutsche Schule, erbaut 1908 (Postkartenmotiv)
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Bilder
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 Wolframitz von Westen, links die Kirche, rechts das Rathaus. Im Hintergrund sind die Pollauer Berge zu sehen |
 Ansicht von Westen, Kirche und Schule |
 Steinkreuz an der Kirche, es trägt an seiner Rückseite die Inschrift: Dem Herrn gegeben von Math. und Ther. Knoringer 1867 |
 Das "Klein-Seelowitzer Marterl" von 1518 rechts vom Kirchenportal, stand ursprünglich an der Feldwegkreuzung Seelowitz - Aschmeritz und wurde vom heutigen kath. Pfarrer an die Kirche versetzt Am Sockel sind Weinhauermesser eingearbeitet, was auf den / die Stifter als Weinbauern schließen läßt. Es ist sehr wertvoll, darauf weist schon Wolny 1837 hin. |
 Das Marterl an seinen ursprünglichen Ort. Das Doppelkreuz weist darauf hin, daß hier Pestopfer begraben wurden. |
 Das Marterl nach einem Gemälde von Karl Säwert, 1928 |
| Aus dem Bildband "Zwischen Miskogel und Pollauer Bergen" von Oswald Lustig. |
Nachdem "europas-mitte" seinen Ausgang mit dem IRRITZER KIRCHSPIEL nahm, wollen wir auch in der Lagebeschreibung von diesem ausgehen. Wolframitz liegt im Norden / Nord-Westen von diesem Fixpunkt.
Zur Geschichte:
Quelle: Gregor Wolny, „Die Markgrafschaft Mähren, topographisch, statistisch und
historisch geschildert", III. Band, Znaimer Kreis, Brünn 1837.
Wolframitz erscheint bei Wolny als zur Herrschaft Mähr Kromau gehörig wie folgt:
Fidei-Kommiß Primogenitur-Herrschaft Mährisch-Krummau, mit Groß-Tajax und dem
Allod-Gute Frainspitz.
Besitzer: Se. Durchlaucht der Fürst Karl von Liechtenstein, k.k. Generalmajor etc.
etc., dessen Vormundschaft Krummau und Groß-Tajax, in Folge der letztwilligen
Anordnung seines fürstl. Vaters, Karl Josef, vom 12. Dez 1795, am 6. Dez. 1796
förmlich eingeantwortet wurden. - Frühere Besitzer :
Wolframitz wurde mit dem Pfarrpatronat und den nahen Dörfern Lisic, Selovic und
Bochtic im Jahre 1321 von dem Welehrader Kapitel, welches das Gut wegen
allzuweiter Entlegenheit nicht gehörig bewirtschaften konnte, dem böhmischen
Oberstmarschall Heinrich von Lipa um 2000 Mark verkauft, und Heinrich von Lipa
schenkte die Pfarre im Jahre 1326 dem Nonnenstifte Maria Saal in Alt-Brünn.
Hinz von Lipa trat 1 Hof in Wol seiner Gattin Osska auf deren Lebenstage , und
Heinrich von Lipa schenkte hier um 1412 dem Wanek Prase von Trek 3, dem
Andreas von Babic aber 100 Schk. Gr. (?) jährl. Zinses. Bald darauf gedieh der Markt
(d.h. ein Marktrecht wurde demnach schon vor 1430 verliehen) an Sophia von
Kunstat, Gattin Johanns von Cimburg, welche ihn um 1430 dem damaligen mähr.
Unterkämmerer, Wenzel von Kukwic verkaufte, und dieser erstand gleichzeitig von
Andreas v. Hrubcic auch 6 Lahn., 21 Insassen, 1 Bad und die Fleischbänke, von
Berthold von Lipa aber 1 Freihof in Wol . Andreas hinterließ den Ort seinen Söhnen
Benedikt und Hinz, welche von dem obigen Berchtold (Berthold ?) auch noch 20
dasige Gehöfte, 6 Lahn., 1 Bad, Fleischbänke, 1 Mühle und das Gericht erstanden.
Des letzteren Witwe, Eliesabeth v. Oynic, nahm 1493 ihren Sohn Znata v. Kukvic auf
ihr Witthum von 500 Mk. in Wol und Babic in Gemeinschaft, welcher das Gut der
Stadt Brünn verkauft haben muß, weil diese im Jahre 1528 das Städtchen Wol , mit
Anteilen von Babic und Morasic dem Sigmund Walecky v. Mirov verkaufte.
Wolny führt weiter unter Beschaffenheit aus:
Bevölkerung, und zwar mit Einschluß der beiden Städte Krummau und Eibenschitz:
a) der Herrschaft Krummau: 21 349 Seelen, darunter 20 073 Katholiken, 54 Helveten
(in Rakschitz) und 1222 Juden (in Eibenschitz und Krummau ). Die Sprache ist
mährisch und teutsch, letztere in den Ortschaften Wolframitz, Lidmeritz, Aschmeritz,
Moskowitz, Leipeertitz, Groß-Tajax, Töstitz, Proßmeritz, Hosterlitz, Nispitz und
Kodau. In den Städten Krummau und Eibenschitz sind beide Sprachen üblich.
b) Des Gutes Frainspitz: 1115 Katholoken teutscher Zunge.
Unter Märkte weiter zu Wolframitz:
Wllframitz, 1 1/2 Std. osö in einer fruchtbaren Ebene, zählt 91 Häuser mit 517 E. (238
mnl. 279 weibl.) welche vom Wein-, edlen Obst- und Feldbau leben. Ihr Grundbesitz
besteht aus 684 Joch 1399 Q.Kl. Ächer, 57 J. 1500 Q.Kl. Wiesen, 91 J. 15173/6
Q.Kl. Hutweiden u. 262 Joch 658 Q.Kl. Weingärten.
Die hiesige Pfarr- und zugleich Dekanatskirche unter dem Titel des hl. Jakobus d.Gr.,
ist ein alterthümliches Gebäude, dessen Schiff 2 starke Säulen tragen. Die Kirche hat
3 Altäre, dessen hohes seit 1781 mit bildhauerarbeit von Andr. Schweigel geziert ist,
und einen hohen mit inre Gallerie rings umgebenden Thurm.
Sie untersteht sammt Pfarre und Schule, dem Schutz des Religionsfonds, und ihrem
Sprengel sind auch die Dörfer Gubschitz, Lidmeritz, Babitz, Bochtitz, Selowitz,
Wedrowitz und Zabrdowitz zugewiesen. Nebstdem enthält der Ort ein Gemeindehaus
mit 1 hohem Thurme, 1 vermischt. Warenhandlung, u. 1 Wirtshaus. Er hat 3
Jahrmärkte (An Pauls Bekehr., Dienstag nach Trinitatis, und an Michael), besaß
bereits 1253 eine, höchst wahrscheinlich schon damals dem Wisehrader Kapitel
gehörige Pfarre, deren Patronat, wie oben bemerkt wurde (siehe Besitzer) seit 1326
bis 1782 dem Nonnenstifte Maria-Saal in Alt-Brünn gehörte. Der Ort selbst bildete mit
mehreren Dörfern der Umgebung in der vorzeit ein eigenes Gut, enthielt 1386 1
Freihof, und wird seit 1420 Städtchen genannt, welches um 1440 ein eigenes
Gericht, Fleischbänke, 1 Bad , nebst Freihof hatte, und 1634 mit Obst-, Küche,- und
Weingärten, Schaf- u. anderen Ställen, wie auch Branntweinbrennerei zur Hrschft.
Krummau kam. Hart an demselben, am Wege nach Bochtitz steht eine uralte
Martersäule, an der die Steinmetzarbeiten eine für jene Zeit geübte Hand verraten.
Im Jahre 1758 brannte der Ort sammt dem Pfarrhofe ab.
Natürlich sind die Grundstücksverkäufe und -vererbungen heute von geringem Interesse,
sie sind aber die einzig existierenden Aufschreibungen, die die die Existenz der Dörfer belegen. Sprache und
Rechtschreibung habe ich unverändert gelassen. Die Geschichte endet bei Wolny ca 1830 - 1835 .
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